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Typische Beschwerden bei Verwachsungen

Frauen leiden

Foto: eine Frau hält sich den Bauch

Verwachsungen innerhalb des Beckens betreffen häufig die dort lokalisierten weiblichen Organ-systeme wie Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter und können unter anderem zu verstärkten Menstruationsbeschwerden, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und ungewollter Kinderlosigkeit führen. Vor allem Verwachsungen, die Eierstöcke oder Eileiter in Mitleidenschaft ziehen, können die Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Sind beide Eileiter durch die Verwachsungen verschlossen, ist eine Befruchtung der Eizelle durch die männliche Samenzelle nicht mehr möglich. Gelegentlich verschließt sich nur ein Eileiter teilweise. Die Eizelle kann dann zwar noch befruchtet werden, zur Gebärmutter kann sie jedoch nicht mehr wandern – es kann eine Bauchhöhlen- bzw. eine Eileiterschwangerschaft resultieren (1,2).

Verwachsungen können auch innerhalb der Gebärmutterhöhle nach Operationen entstehen (intrauterine Synechien). Sie können die Folge von verschiedenen intrauterinen chirurgischen Eingriffen sein, wie z. B. Ausschabung, Entfernung von Myomen oder Operationen von angeborenen Missbildungen der Gebärmutter. Als Asherman-Syndrom werden ausgeprägte Verwachsungen in der Gebärmutterhöhle bezeichnet. Die Verwachsungen in der Gebärmutterhöhle können je nach Ausprägung zum Ausbleiben der Menstruationsblutung, zu Unfruchtbarkeit und/oder wiederholten Fehlgeburten führen (3).

Wenn der Darm gefangen ist...

Die bei Verwachsungen auftretenden Unterbauchschmerzen werden als Eingeweideschmerzen bezeichnet. Der Schmerzcharakter ist eher dumpf, krampf- oder kolikartig, die Schmerzen sind schlecht lokalisierbar. Zumeist sind die Bauchdecken dabei weich.

Die Nahrungsaufnahme zeigt häufig einen Einfluss auf das Auftreten und das Ausmaß von chronischen Bauchschmerzen. Verwachsungen zwischen Darm und dem sehr nervenreichen Bauchfell können durch Spannung und Zug während der Verdauungstätigkeit zu Bauchschmerzen führen. Oft verstärken sich die Schmerzen bei bestimmten Körperhaltungen. Gelegentlich lassen die Schmerzen nach, wenn man sich hinlegt oder läuft.

Der Darm kann sich manchmal bei stark ausgeprägten Verwachsungen nicht mehr ungehindert bewegen, der Nahrungsbrei wird dadurch nicht mehr optimal weitertransportiert. Dies kann zu Blähungen und Verstopfung führen. Verschließt sich der Darm sogar ganz, ist eine Notfalloperation angezeigt.

(1) Stovall TG et al. J Reprod Med. 1989
(2) Molloy D et al. Fertil Steril. 1987
(3) Acunzo G et al. Hum Reprod. 2003